Rückblick auf die internationale Studienreise des FNPSMS

21.07.2026

Vom 29. Juni bis zum 02. Juli 2026 begrüßte der FNPSMS eine internationale Gruppe von Landwirten, Händlern und Meinungsführern aus Polen, Deutschland und Frankreich. Diese in Südwestfrankreich, der historischen „Wiege“ des Maisanbaus in Frankreich, organisierte Studienreise hatte das Ziel, die technische Kompetenz, Innovationskraft und herausragende Qualität der französischen Branche zu präsentieren, die weltweite größte Exporteurin von Maissaatgut ist.

Den Teilnehmern wurde Rund um das Thema „Mais – ein Vorteil für unsere Zukunft” ein umfassendes Programm vom Feld über die Forschungslabore bis hin zum Werkgeboten, um zu verstehen, wie die europäischen Saatgutunternehmen den Herausforderungen des Klimawandels und der Ernährungssouveränität begegnen.

Diese Besichtigungen gaben einen Überblick über die Komplexität des Produktionsprozesses von Maissaatgut – von der Saatmaisvermehrung auf dem Feld bis zur Abfüllung des pflanzfertigen Saatguts – und bestätigten die Exzellenz der Branche, die auf Qualitätsstandards beruhen, die häufig strenger als die geltenden Vorschriften sind.

 

Dies bestätigt auch  Gwenola de Fontenay, EMEA quality testing lead at Bayer CS (Bayer): „Die Qualität ist etwas, was uns den ganzen Weg einer Maissaatgut-Charge begleitet. In jeder Phase – vom Feld über die Trocknungsanlage und das Werk bis hin zur Kalibrierung und Behandlung – werden Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Potenzial nicht beeinträchtigt wird. Eine Charge wird mindestens 50 mal getestet, bevor sie ausgeliefert wird.“

Innovation im Kampf gegen den Klimawandel

Ein zentrales Thema stand im Mittelpunkt der Diskussionen: die Anpassung an den Klimawandel. Die anwesenden Züchter erläuterten, wie sich die Genetik weiterentwickelt, um Sorten zu züchten, die widerstandsfähiger gegenüber Wasser- und Hitzestress sind.

 

François Harambat, Leiter für strategisches Marketing bei MAS Seeds, stellt einen tiefgreifenden Wandel in der Branche fest: „In den vergangenen zehn Jahren ist der Beruf des Züchters wesentlich genauer geworden. Wir arbeiten nicht nur am Ertrag, sondern auch an der Toleranz gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren. Dank der genomischen Daten und KI konnten wir den Entwicklungszyklus einer Sorte von zehn auf fünf oder sechs Jahre verkürzen.“


 

Kris Coppens, External Manufacturing Lead for Seeds EME à Bayer Crop Science, bestätigt diese Beschleunigung. Sie betont zudem die Sicherheit, die die Landwirte erhalten: „Der genetische Fortschritt dient heutzutage auch, um den Landwirten mehr Sicherheit zu bieten. Die Landwirtschaft birgt zahlreiche Risiken aufgrund der Marktvolatilität und den klimatischen Widrigkeiten.“

Qualité et confiance : la promesse tenueQualität und Vertrauen: ein gehaltenes Versprechen

Die internationalen Besucher wollten zudem verstehen, wodurch die Leistung nach dem Kauf des Saatguts garantiert wird. Die Antwort beruht auf der strikten Unabhängigkeit der Kontrollen und strengen internen Standards.

Anne-Marie Taché, Direktorin für Produktion und SupplyMAS Seeds) betont, wie wichtig diese Sorgfalt ist: „Hochwertiges Saatgut kaufen bedeutet, eine Garantie für maximale Erträge zu erhalten. Unsere internen Standards sind strenger als die europäischen. Und genau diese hohen Anforderungen, gepaart mit unabhängigen externen Kontrollen, machen die Exzellenz der französischen Branche aus.


 

Matthieu Çaldumbide, Leiter für Public Affairs und Marktforschung (Lidea), hebt seinerseits die wirtschaftliche und nachhaltige Dimension hervor:

 „Eine ertragreiche Sorte steigert die Nachhaltigkeit, da sie weniger Anbaufläche benötigt und natürliche Ressourcen (Wasser, Stickstoff) effizienter nutzt. Die Investition in ein leistungsstarkes Hybridsaatgut bedeutet, das Bodenkapital zu schonen und das Einkommen auch unter schwierigen Bedingungen zu sichern.

Maissaatgut und Vor-Ort-Beobachtung

Die Gruppe besichtigte den Betrieb „La Ferme des Vallons“ und hatte die Möglichkeit, sich mit einem der Geschäftsführer, Benoît Laborde – Züchter und Vorsitzenden der AGPM – auszutauschen. Dieser diversifizierte Familienbetrieb steht Mais – Körnermais und Maissaatgut – im Mittelpunkt. Es werden aber auch Gascon-Schweine angebot, die vor Ort weiterverarbeitet werden, sowie weitere Kulturen wie Sonnenblumensaatgut, Gerste und Soja angebaut. Aber auch Wein der kontrollierten Abstammung „Tursan“.

Im Rahmen des regen Austauschs mit den Teilnehmern wies Herr Laborde auf die Bedeutung von Mais für seinen Betrieb sowie auf das hohe Maß an Fachwissen hin, das der Beruf des Landwirts und Vermehrers erfordert.


 

Zum Abschluss der Reise besichtigte die Gruppe das Institut Arvalis. Clémence Aliaga, für die Region zuständige Ingenieurin, führte die Teilnehmer durch die Versuchsflächen: Sie stellte die Arbeiten des Instituts vor, mit denen es sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Anbau, aber auch mit der Verwertung der Erzeugnisse widmet. Die Gruppe besichtigte zudem die Versuchsanlage zur Methanisierung und erfuhr, dass Mais zur Erzeugung von Biomasse genutzt werden kann.

Eine zukunftsorientierte, weltoffene Branche

Diese Studienreise hat bestätigt, dass Maissaatgut weit mehr ist als nur ein landwirtschaftliches Erzeugnis: Es ist ein Träger von Technologie und Nachhaltigkeit. Tierfutter, Herstellung von Biokraftstoffen oder weltweite Ernährungssicherheit – Mais bleibt eine Kulturpflanze mit Zukunft.

Gwenola de Fontenay fasst dies so zusammen: „Hochwertiges Saatgut ist für den Landwirt das Element, das sein Einkommen sichert – heute und in Zukunft, unabhängig von den Aussaatbedingungen.“

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